Posts mit dem Label Sammlung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sammlung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Schleife auf dem Rasen

Anlässlich des "Pink Ribbon Charity Walk" vom 2. Oktober 2010 wurde im Stadion Letzigrund Zürich eine rosa Schleife auf den Rasen gezaubert. Nebst zahlreichen rosa Ballons und verschiedenen Werbemittel der Sponsoren wirkte das Pink Ribbon Logo auf dem Stadionrasen eher dezent. Es sei denn, man hätte die Möglichkeit gehabt, dieses von oben betrachten zu können! Der Blick auf die rosa Rasenschleife blieb mir als Betroffene jedoch verwehrt, weil alle Zugänge zu den Zuschauertribünen mit rosa Bändern abgesperrt waren.
In Zürichs Tageszeitungen suchte ich anfangs dieser Woche nach Beiträgen über diesen Event. Im Sportteil (!) des Tages-Anzeiger vom 4. Oktober stiess ich schliesslich auf eine kleine Notiz.
Zu meiner Freude kamen die sonntäglichen Fussballmatchbesucher während neunzig Spielminuten in den Genuss, die rosa Schleife von den Zuschauertribünen aus betrachten zu können...


 

Tages-Anzeiger, 4. Oktober 2010




Sonntag, 5. September 2010

Von Espressi und Labormäusen

Auch in einem aktuellen Inserat der Krebsforschung wird gezählt und gerechnet!
Gemäss Aufstellung der Krebsforschung wurde nach 12298 Espressi (oder könnten an dieser Stelle auch Labormäuse gemeint sein?) und 810 durchgearbeiteten Nächten eine neue Krebstherapie entwickelt. Diese Werbebotschaft stimmt mich als Betroffene natürlich zuversichtlich. Und so warte ich noch einige Espressi, Labormäuse und Nächte weiter, bis auch für mich die passende Therapie gefunden wird!

Im Namen des Krebses, lasst die Espressmaschinen und Labormäuse weiterhin auf Hochtouren laufen und tanzen...







Samstag, 28. August 2010

Von Pappe, Blister und Tabletten

Vor einem Jahr habe ich begonnen das Verpackungsmaterial meiner Medikamente zu sammeln. Inzwischen lassen sich damit kleine, beeindruckende Hügellandschaften bilden!

Viele Verpackungen sind sogenannte Blister, Durchdrück-packungen, die zur Einzelentnahme von Tabletten dienen. Da liegen sie nun, die Verpackungen aus Pappe und die Blister mit ihren leeren Vertiefungen aus Kunststofffolie, einst gefüllt mit gelben oder weissen Tabletten, meinen "little helpers" gegen den Krebs und seine Nebenwirkungen...

Ich habe sie alle gezählt:
Es sind 10 Produkteverpackungen aus Pappe und 34 Blister aus Kunstoff. Insgesamt 427 Tabletten, die ich über das vergangene Jahr, Tablette für Tablette, in meinem Innern verschwinden liess, auf dass sie ihre Mission als Aromastasehemmer oder Schmerzmittel erfüllen mögen.
Dabei ist zu erwähnen, dass ich während der hälbjährigen Chemotherapie auf die tägliche Einnahme von Aromastasehemmer verzichten konnte und sich in dieser Zeit mein Tablettenkonsum mehr oder weniger auf die Einnahme von Schmerzstiller beschränkt hatte.
Ich habe gerechnet:
Meine Durchschnittswerte liegen schliesslich bei einer Tagesration von 1.186 Tablette. Ich bin erstaunt, dass sich trotz der imposant wirkenden Hügellandschaft der Durchschnittswert meines täglichen Tabletten-konsums doch eher recht bescheiden ausnimmt... Und das bei meiner bedrohlichen Krankheit!
Amüsantes Detail:
Zufall, Schicksal, was auch immer, die Quersumme von 427 ergibt 13, zudem lässt sich 427 in zwei Primfaktoren zerlegen, 7 mal 61. Glücklicherweise bin ich nicht abergläubisch!






Sonntag, 15. August 2010

Krebs erschnüffeln


NZZ am Sonntag, 15. August 2010


 




Sonntag, 6. Juni 2010

Glücksmaus

Die Schlagzeilen der Woche:
"Impfstoff gegen Brustkrebs: Erste Tests waren erfolgreich", "Impfung gegen Brustkrebs im Labor getestet", "Impfung gegen Krebs: Hoffnung für Brustkrebs-Patientinnen", "Prototyp eines Brustkrebs-Impfstoffs"...
In verschiedenen Artikeln lese ich, mehr oder weniger ausführlich beschrieben, dass US-ForscherInnen aus Cleveland einen Impfstoff entwickelt haben, der Mäuse vor einem Mammakarzinom schützte und bereits existente Tumore verkleinerte.
Sie haben den Impfstoff an Mäusen getestet und damit viel versprechende Resultate erzielen können. Der neue Impfstoff wurde zur Behandlung der sogenannten HER2-positiven Krebsform eingesetzt, die 20 bis 30 Prozent aller Brustkrebspatientinnen betrifft. Wunderbar, wenn dieser Ansatz einen Durchbruch in der Brustkrebsbehandlung bedeuten würde...
Bisher wurden solche Versuche jedoch nur an Mäusen durchgeführt. Glücksmäuse! Der Impfstoff soll aber bereits in einem Jahr an Menschen erprobt werden. Das klingt sehr optimistisch und vielversprechend...
An Stelle der Cleveland-Mäuse werden sich Menschen für klinische Studien im Kampf gegen Brustkrebs zur Verfügung stellen.
Ich für meinen Teil würde gerne den Part eines Un- oder Glückspilzes übernehmen, denn schliesslich ist mein Tumor HER2-positiv, somit passe ich vorzüglich in die eine oder andere Probandengruppe, als menschliche Versuchsmaus, äh, Glücksmaus.



Dienstag, 5. Januar 2010

Busen hin, Busen her...


Tages-Anzeiger, 5. Januar 2010


 


 

Donnerstag, 19. November 2009

Nacktmull sollte man sein

Gerade hübsch sieht er ja nicht aus, der Nacktmull (Heterocephalus glaber)! Aber die Tatsache, dass ein Nacktmull offenbar nie an Krebs erkrankt, erscheint mir in meinem Fall unbestechlich beneidenswert zu sein.
Sollte ich die Möglichkeit haben wiedergeboren zu werden, dann als Nacktmull mit "doppeltem Sicherungssystem" gegen Krebs...

Frankfurter Allgemeine, 18.11.09







Donnerstag, 20. August 2009

Que'est que c'est ça?


Photoshop sei Dank!
Tages-Anzeiger, 20. August 2009






Sonntag, 26. Juli 2009

Personal Jesus*

Im Ambulatorium, das ich im Moment jede Woche aufsuche, erlebe ich sozusagen hautnah, wie wir Betroffene den Umgang mit unserer Krankheit auf die unterschiedlichste Art und Weise "pflegen"...
Die Palette ist üppig und manchmal auch sehr absurd. Von spiritueller bis hin zur religiösen Verarbeitung und Bewältigung der Krankheit wird untereinander ausgetauscht was angeblich helfen soll.
Sind wir – für die Schulmedizin unheilbar krank – vielleicht besonders empfänglich für das Spirituelle, für die Religion und alles, was Hilfe und Trost verspricht?
Für mich persönlich jedoch, sind bestimmte “Methoden“ schlicht und einfach Schabernack, nicht nachvollziehbar. Da erhofft sich eine Patientin mit Hilfe eines Jesus-Traktates, welches sie sich abwechslungsweise über ihr Nase und vor ihre Augen hält, betend den unliebsamen Geruch ihrer Chemotherapie zu vertreiben. Eine andere Patientin trinkt täglich einige Tropfen EM-Bokashi (Effektive Mikroorganismen EM nach Prof.! Higa) und eine andere lässt sich von einem angereisten Heiler über Augenkontakt tief ins Innere ihre Seele blicken und hofft, dass sie dadurch von der Krankheit geheilt wird.
Und ich? Ich glaube an die Chemotherapie, das werde ich aber nie gefragt.
Ja, manchmal wird mir etwas Bange, wenn ich zu hören bekomme, was alles im Kampf gegen Krebs helfen soll. Dann tauche ich in meine eigene innere Welt ab und denke mir: Was soll's! Ich wünsche allen ihren “Personal Jesus“, Aber-Glaube hin oder her, Hauptsache es hilft. In diesem Sinn habe auch ich meinen “Personal Jesus“ gefunden: Joggen!
Eines ist mir klar, mein Personal Jesus kann mich nicht vom Krebs heilen, aber ich fühle mich einfach gut mit IHM!

Aus meiner JesusSAMMLUNG




*Personal Jesus
Depeche Mode, 1989
Feeling unknown
And youre all alone
Flesh and bone
By the telephone
Lift up the receiver
Ill make you a believer

Take second best
Put me to the test
Things on your chest
You need to confess
I will deliver
You know Im a forgiver

Reach out and touch faith
Reach out and touch faith

Your own personal jesus...

Feeling unknown
And youre all alone
Flesh and bone
By the telephone
Lift up the receiver
Ill make you a believer

I will deliver
You know Im a forgiver

Reach out and touch faith
Your own personal jesus
Reach out and touch faith






Dienstag, 3. März 2009

Finde die Unterschiede


 




Samstag, 24. Januar 2009

Lesen Sie Zeitungen?

Ich liebe es tagtäglich in Tageszeitungen zu lesen. Ich bin lesehungrig nach dem was, wie und wo in der grossen weiten Welt alles passiert. Seit meiner erhaltenen Diagnose von vor zwei Jahren mag ich die Rubrik WISSEN besonders gerne. Da findet sich viel sinniges wie auch unsinniges rundum das Thema Krebs. Es vergeht kaum eine Woche ohne dass nicht eine Kurzmeldung zu einer der neusten wissenschaftlichen Studien erscheint. Aber auch andere Rubriken sind eine wahre Fundgrube von Krebsneuigkeiten! Interessante und zuweilen auch absurde Zeitungsbeiträge sammle ich und sie landen in einer Archivschachtel zur Aufbewahrung.

Kauen sie Kaugummi?
Als mir vor zwei Jahren meine linke Brust entfernt wurde, bin ich auf die absurde, amüsante Meldung über den japanischen Brustkaugummi gestossen. Was wäre, wenn ich mir die amputierte Brust einfach wieder linksseitig ankauen, respektive gross kauen könnte?!